Der Schweizerische Tonkünstlerverein 1975–2017
Der 1900 gegründete und 2017 aufgelöste Schweizerische Tonkünstlerverein (STV) war für die Entwicklung zeitgenössischer Musik in der Schweiz zentral. Seine Tätigkeit hat sich in einem umfangreichen Archiv niedergeschlagen. Es spiegelt die kulturellen und gesellschaftspolitischen Umbrüche und Entwicklungsprozesse, die für die Zeit seit 1975 näher untersucht werden, fokussiert auf konkurrierende ästhetische Positionen und institutionelle, gesellschafts-, kultur- sowie medienpolitische Bedingungen.
Bild: Improvisatorinnen wie Franziska Baumann trugen viel zur Öffnung des STV bei (Foto: Francesca Pfeffer)
Rückblick auf die Ausstellung
In der SMZ vom Februar 2026 erschien eine Rezension von Max Nyffeler zur Forward-Ausgabe von Lucerne Festival im November. Dabei kam auch die Ausstellung/Buchvernissage kurz zur Sprache:
«Parallel zu den Konzerten gab es im KKL die von Thomas Gartmann, Doris Lanz, Gabrielle Weber und Raphaël Sudan produzierte Ausstellung «Im Brennpunkt der Entwicklungen. 125 Jahre Schweizer Tonkünstlerverein» zu sehen. Ebenfalls vorgestellt wurde eine Buchpublikation über den STV von 1975 bis zu seinem Untergang 2017. Die wissenschaftlich akkurate Dokumentation bildet die Luxusbeerdigung einer Institution, die das Schweizer Musikleben im letzten Jahrhundert nachhaltig prägte. Ihr Verschwinden nach der Jahrtausendwende war kein Zufall. Es korrespondiert mit dem Zerfall dessen, was einst neue Musik hiess und heute auf die Erneuerung durch eine internetaffine, kulturell desorientierte nachrückende Generation angewiesen ist.»