Eine «Freie Musiktheater-Szene» existiert zweifellos, auch in der Schweiz – sie präsentiert sich aber zu heterogen, als dass sie als zusammenhängendes Ganzes wahrgenommen würde. Das Freie Musiktheater hat sich weder in der öffentlichen Wahrnehmung noch auf der Ebene des wissenschaftlichen Diskurses bisher in gleicher Weise emanzipieren und etablieren können, wie das dem Freien Sprechtheater und dem Freien Tanztheater gelungen ist.
Neben einer kritischen Bestandsaufnahme hinsichtlich der Struktur der hiesigen Szene richtet der Forschungs-Mittwoch den Blick vor allem in die Zukunft: Wie können sich die Akteure der Freien Musiktheaterszene besser untereinander vernetzen? Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen oder angepasst werden, um der Freien Szene zu ermöglichen, ihr innovatorisches Potential auszuschöpfen, gleichsam zur «Utopieschmiede» zu werden? Wofür wollen die Akteure die Spielräume nutzen, die ihnen durch freie Strukturen eingeräumt werden?
Referent: Leo Dick
Gäste: Anne-May Krüger, Leo Hofmann
Host: Martin Skamletz, FSP Interpretation
Basierend auf den Projekten Zwischen Konversation und Urlaut sowie performing speech.
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