Die Tagung widmet sich einer durch die Allgegenwart digitaler Technologien veränderten Musikpraxis und formuliert, wie Musik heute nicht mehr als autonome Kunstform, sondern als performatives, situatives, relationales Ereignis erscheint. Einige Beiträge zeigen künstlerische Positionen und untersuchen, wie die zeitgenössische Musikpraxis als postdigitales «Musicking» technologiekritisch sein kann und gleichzeitig neue Handlungsspielräume im Netzwerk aus Menschen, Medien und Dingen eröffnet. Andere Beiträge analysieren, wie sich das Handlungsvermögen von Dingen, technischen Apparaturen und nicht‑menschlichen Akteuren in diese postdigitale Musikpraxis einschreibt. Darüber hinaus blicken wir aus theater-, musik-, und medienwissenschaftlicher Perspektive auf parallel geführte posthumanistische Diskurse, reflektieren AI-generierte Körperbilder und entwickeln feministische Ausblicke.
Ergänzend zu den Beiträgen wird im Rahmen der Tagung die praktische Arbeit der Forschungsgruppe im Multimodallab vorgestellt. Die Teilnehmenden werden eingeladen, wissenschaftliche Reflexion und praktische Erprobung zu verbinden.
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