Der Verlust der Körperlichkeit und die Entgrenzung des klanglichen Gestaltungspotenzials in der elektronischen Musik
Die elektronische Musik ist weder auf eine körperliche Bewegung noch auf ein herkömmliches Instrument zur Klangerzeugung angewiesen. Dies lenkt die Aufmerksamkeit auf die grundsätzliche Frage nach der historischen wie aktuellen Bedeutung des Körpers für das Musizieren. Erforscht werden die ästhetisch wie formal-strukturellen Implikationen verschieden ausgeprägter Körper-Instrument-Klang-Darstellungsqualität(-en) und ihre Bedeutung für die Musik verschiedener Epochen bis zur zeitgenössischen digitalen Medienmusik und -kunst.
Die Beziehung zwischen Körperlichkeit und Musizierpraxis wird von der alten bis zur zeitgenössischen Musik anhand exemplarischer Beispiele wie z.B. der Entwicklung von Streicherbögen und resultierender Spielpraxen oder die Parallelität von Virtuosentum und Musikautomaten historisch und theoretisch dargestellt und auf die Auswirkungen der jeweiligen Musizier- und Interpretationspraxis befragt. Der aktuelle Körperdiskurs in der zeitgenössischen Medienkunst wird ebenso einbezogen wie die praktische Erprobung aktueller Interfacestrategien.
Abschlusssymposium zum BFH-Forschungsprojekt Klang (ohne) Körper.
ReferentInnen: Franziska Baumann, Rolf Großmann, Michael Harenberg, Kai Köpp, Peter Reidemeister, Georg Christoph Tholen, Daniel Weissberg
Programm sowie Informationen zu den Konzerten und Installationen finden sich hier.
Verschriftlichte Versionen der Vorträge erschienen im Band:
Klang (ohne) Körper. Spuren und Potenziale des Körpers in der elektronischen Musik, hrsg. von Michael Harenberg/Daniel Weissberg, Bielefeld 2010.
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