Global Relations and Popular Music <br/>3rd IASPM D-A-CH Symposium
In Nigerias HipHop-Kultur führt die Globalisierung des Popmarktes dazu, dass der bisher freie Umgang mit Samples zu verschwinden droht; zu gross der Druck, die international geltenden Copyright-Regelungen zu übernehmen. In Ägypten bleibt jungen MusikerInnen der Zugang zum Online-Musikmarkt verwehrt, weil sie keine Kreditkarte besitzen. In Europa setzen sich MigrantInnen der zweiten und dritten Generation in ihren Songs und Tracks mit den eigenen, oft nicht-europäischen Wurzeln und ihrer europäischen Identität auseinander, und in den USA wird zunehmend koreanische Pop-Musik (K-Pop) produziert, der mit dem in Südkorea produzierten K-Pop in Konkurrenz um eine authentische Präsentation tritt.
Fragen nach Macht, Position, Zugang und Repräsentation präg(t)en die Produktion, Distribution und Rezeption von populärer Musik gestern und heute. Die dreitägige internationale und interdisziplinäre Konferenz geht der Verankerung von populärer Musik in einer global vernetzten Welt nach. Es sollen Gefahren, Herausforderungen und Potenziale rund um Machtverhältnisse, Positionierungen und (Re)Präsentationen in populärer Musik beleuchtet, aufgedeckt und kritisch hinterfragt werden. Dabei spielt postkoloniale Theorie und damit die Analyse globaler, postkolonialer Strukturen eine zentrale Rolle. Musik im Allgemeinen und populäre Musik im Speziellen war bislang nur selten explizit Gegenstand postkolonialer Studien.
Keynote: Dr. Jenny Fatou Mbaye (City University London)
A call for papers (d/e) was open up to February 28, 2018.
More information: Call deutsch, Call in English
Vorschau in der Schweizer Musikzeitung (pdf)
Photo: Dis Fig performing in Bern, 2017 (© by Karin Scheidegger)
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