«Transkomposition» findet sich als Begriff bei verschiedenen Komponisten des späten 20. bzw. des 21. Jahrhunderts und stellt die Frage nach dem künstlerischen Umgang mit Fremdmaterial in der zeitgenössischen Musik neu zur Diskussion.
Der Vortrag beleuchtet unterschiedliche klangliche Vorlagen aus der Natur über die Sprache und Medizin bis hin zu historischen Kompositionen, die Komponistinnen und Komponisten im 20./21. Jahrhundert in nahezu fotografischer Detailgenauigkeit in zeitgenössische Kunstmusik übersetzt haben. Dabei wird Lang auch seine eigenen Kompositionen im Kontext der Geschichte der Transkomposition einbeziehen.
Ausgehend von der wissenschaftlichen Forschung und der künstlerischen Praxis bietet das weite Feld der Transkomposition nicht nur eine kreative Spielwiese für Komponistinnen und Komponisten, sondern auch umfangreiche Möglichkeiten der Bearbeitung von Artistic-Research-Projekten sowie immenses Potenzial für die Methodik und Didaktik der Musiktheorie für die künstlerische Ausbildung an Hochschulen.
Benjamin Lang ist Komponist und Musiktheoretiker sowie Rektor der Hochschule für Musik und Theater Rostock.
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