Volksmusikantinnen und -musikanten des Appenzellerlands und des Toggenburgs setzen sich mit Quellen ihrer Tradition auseinander, die im Roothuus Gonten archiviert sind. In videographisch dokumentierten und mittels Inhaltsanalyse ausgewerteten Gruppengesprächen diskutieren sie die Bedeutung von Archivbeständen für die Tradierung ihres Wissens und für kreative Weiterentwicklungen der Volksmusik. Das Projekt fragt nach den Potenzialen einer Aktivierung von Volksmusikantinnen und -musikanten als Co-Forschende für die Nutzung von Dokumentationen ihrer Tradition. Geleistet wird damit ein Beitrag zur Methodologie partizipativer Bewahrungsmassnahmen von immateriellem Kulturerbe, zur Klärung der Funktion von Archiven sowie – spezifisch für das Alpsteingebiet – zur Offenlegung spielpraktischer und ästhetischer Konzepte der regionalen Volksmusik.