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Die Interpretationspraxis bei Joseph Joachim Dissertationsprojekt von Johannes Gebauer

Joseph Joachim war unbestritten eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Musiklebens im 19. Jahrhundert. Sein Name ist eng verbunden mit den drei grossen Violinkonzerten des 19. Jahrhunderts von Beethoven, Mendelssohn und Brahms.
Joachims Interpretationspraxis ist dabei bis heute so gut wie unerforscht. Man kann allenfalls ahnen, was mit dem «Freispielen», dem «Atmen» und ähnlichen Schlagworten der Joachim-Tradition gemeint ist.
In seinem Dissertationsvorhaben will Johannes Gebauer die Ästhetik und die musikalische Gestaltung der «Joachim-Tradition» wissenschaftlich erforschen. Die Arbeit soll sich dabei vor allem auf textliche Überlieferungen der Interpretationspraxis in Form von Instruktiven Ausgaben und anderen Instruktiven Texten aus dem engeren Umfeld von Joseph Joachim stützen und diese, wo möglich, anhand von Tondokumenten überprüfen. Die Interpretationspraxis Joachims soll so weit wie möglich wieder erlern- und erlebbar gemacht werden.

Projekt Angewandte Interpretationsforschung
Betreuung: Anselm Gerhard (UniBE), Kai Köpp (HKB)

Poster (pdf)

Bild: Forschung in Aktion – das Camesina-Quartett spielt im Stil der Joachim-Schule.

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